Freitag, 23. September 2016

Wintervorrat

der Hamster wird langsam aktiv.
Ist ja auch kein Wunder, seit einigen Wochen wird man ja überschwemmt mit der Ernte.

Da wir aber im Überfluss haben und auch gern mit der Tierwelt teilen lass ich mir auch mal Zeit.

Als erstes hab ich dieses Jahr wieder alkoholisierte Pflaumen eingeweckt:


Das hab ich letztes Jahr das erste Mal probiert und die waren so lecker und leider so schnell alle, da freuen wir uns schon seit dem Frühjahr drauf.
Pflaumen entkernen, im Topf mit Rotwein übergießen bis sie bedeckt sind, Zimt, Zucker und Nelken rein und am Ende noch Rum drauf, köcheln lassen und in Gläser füllen.
Dieses Jahr leider etwas zuviele Nelken dafür aber auch nicht so süß wie letztes Mal.

13 Gläser sind es geworden, eins ist allerdings auch schon wieder weg.

LG

Samstag, 17. September 2016

Biogut Besenborstel

Eine Nachbarin hat mir im Frühjahr erzählt das es tatsächlich bei uns in der Nähe ein Biogut gibt das Gemüsekisten liefert. Bislang dachte ich immer dieser Luxus wäre Städtern vorbehalten. Bei uns in der Region ist aber tatsächlich die Produktion von Lebensmitteln noch voll im Gange, vor allem auch in selbstversorgerweise. Fast jeder Hof hier in der Nähe hat noch Viehzeug und bestellt kleine Felder. Von Straußen über Gallowayrinder bis hin zu Dammwild ist ziemlich viel vertreten, wie lange noch kann keiner sagen, die agrarpolitischen Entscheidungen lassen mich eher davon ausgehen das die Regierung alles daran setzt das zu unterbinden. Von übertriebenen Hygienebestimmungen für Kleinstbetriebe bis hin zu Forderungen der Tierhaltung und Ausnahme von Nebenerwerbshöfen aus Fördermittelvergabe... Nach meinem Empfinden gibt es kein Maß mehr, kein Abwägen von Vor und Nachteilen. Riesenmastbetriebe sind OK aber wer keine bis zur Decke gefließte Schlachtküche hat kann Fleisch nicht mehr verkaufen, Holzbretter sind jetzt wohl auch verboten weil angeblich unhygienischer als Plastik ( aus welcher Studie das auch immer sein soll ) und der Verbot von Brennesseljauche als Pflanzenschutz und Stärkungsmittel aufgrund fehlender Studien bezüglich Unbedenklichkeit und gleichzeitig legitimierter Einsatz von Glyphospaht ist für mich einfach lächerlich. Wie soll die geforderte biologische, natürlichere auf Kreisläufen basierte Landwirtschaft denn aussehen wenn gerade der Einsatz von natürlichen Mitteln unterbunden wird? Und wer soll das alles bezahlen? Der Verbraucher will ja im Schnitt nicht. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

Aber zurück zur Biokiste, Dank Urlaub konnten wir uns eine Probekiste bestellen und siehe da es gibt sogar Milch und Fleischprodukte. Was ich sehr gut finde ist das sich das Biogut Besenborstal mit anderen Erzeugern aus dem Elbe Elsterkreis zusammengeschlossen hat. Das erhöht die Vielfalt der Produkte.
Nach einem halben Jahr kann ich mich noch nicht dazu durchringen sie abzubestellen, komm allerdings auch nicht dazu sie komplett zu verwerten.

Mhhh

LG



Freitag, 2. September 2016

Nutzgarten

man man man, seit vier Jahren buddel und grabe ich mich hier durch die als Nutzgarten geplante Fläche und Stück für Stück wächst langsam der Nutzgarten aus dem alten Acker der die letzten Jahrzehnte als Wiese verbracht hat.

Der Boden an sich ist super, unser Nachbar hat auch jahrelang seine Kühe drauf weiden lassen, und was ist besser als Kuhdung. Allerdings wächst somit auch das Unkraut ohne Ende.

Dann findet man auch hin und wieder etwas wieder, vorrangig alten Müll. Die Müllabfuhr ist jünger als der Hof und früher hatten wohl die Meisten Abfallgruben auf dem Grundstück, der Abfall bestand damals hauptsächlich aus Dingen die nicht mehr verwertet werden konnten. Also buddel ich eigentlich immer alte Steine, Scherben, Dachpappe, unendlich viele alte Nägel aus, hab auch schon mal die Reste vom alten Küchenofen gefunden, Draht, Schnur, Klammern...
Das bisher coolste ist ein Geldstück von 1888. Das einzige coole Fundstück neben Kiloweise Müll.

Dann gibt es noch Steine, Ziegelsteine, Granitsteine, Punktfundamentreste und Steine Steine Steine.

Ziel ist um den Brunnen der noch eine schöne Einfassung mit Dach bekommen soll  im Halbkreis den Nutzgarten anzulegen, die Ränder werden mit Kräutern und Blumen bepflanzt. Daran schließt sich ein Beerengarten an und ein Gewächshaus.


Dumm ist wenn man auf einem guten Weg ist, die neu gepflanzten Brombeeren schön wachsen und sogar schon Blüten ansetzen und dann der Zaun bei den Schafen umfällt. Gut somit waren sie beschäftigt und hatten keinen Grund abzuhauen, denn einen weiteren Zaun gab es nicht. Aber für die Brombeeren war das leider ein Schritt zurück
 

langsam geht es vorwärts, manche Pflanzen wollen nicht so richtig, da bin ich noch auf der Suche nach einem günstigeren Standort, zum Beispiel will der Lavendel nicht so ganz aber andere Pflanzen wachsen dafür hervorragend



Was dann noch fehlt ist die Zeit die Produkte auch immer zu verarbeiten, aber was verwelkt gibt auch wieder Nährstoffe zurück. So ist das halt mit Kreisläufen.

LG


Donnerstag, 25. August 2016

Sauerteigbrot

selbst gebacken. Juchuu.
Damit liebäugel ich auch schon seit einiger Zeit, ich hab wie immer im Internet recherchiert und bin auf https://www.ploetzblog.de/ gestossen. Eine ware Fundgrube wenn man mehr wissen will als wieviel Gramm Mehl, Wasser, Salz sondern auch warum. Ich hab mir auch das "Brotbackbuch Nr2" geleistet.
Zweimal hab ich schon versucht Sauerteig anzusetzen bin aber leider dafür etwas zu verpeilt. Dafür ist es eigentlich einfach, ich hab den Sauerteigansatz aber immer vergessen.
Zumal Sauerteig mit der Zeit auch immer stabiler wird und die Triebfähigkeit erst mit der Zeit ansteigt. Man muss nicht alles selber machen. Es gibt auch Bäcker die Sauerteigansatz abgeben. Durch Zufall hab ich von einem Kollegen Anstellgut bekommen. Den Sauerteig führen sie wohl schon zwei Jahre, ich hoffe der ist stabil genug für mich.



Dieser Duft und der Geschmack, ein Traum. Nächstes Mal finde ich bestimmt auch meine Brotform damit es eine hübschere Gestalt annimmt als diesen Flatschen.

LG

Freitag, 19. August 2016

Wiesenkräuter II

 Weiter gehts, jetzt zeig ich ein paar Kräuter die bei uns wachsen und eher im Sommer blühen. Hier hatte ich ein paar Kräuter gezeigt die man schon im Frühjahr erkennen konnte

Schmalblättriges Weidenröschen 
Wir haben nach dem Einzug relativ schnell aufgehört bei uns zu mähen, wir mögen zum Glück beide mehr den total wild zugewucherten Garten. Dadurch haben Pflanzen die Möglichkeit sich anzusiedeln wo auch immer sie herkommen. Schon allein weil ich sie so schön finde haben wir das schmalblättrige Weidenröschen stehen lassen und so langsam vermehrt es sich auch sehr schön. Die Blüte erinnert mich immer ein Bisschen an eine Wunderkerze, es bildet sich eine Blütenrispe und die Blüten gehen dann nach und nach von unten nach oben auf.





Schöllkraut
wächst bei uns wie das totale Unkraut. An fast jeder Hausmauer entlang, am Kompost um den Kompost. Den Pflanzensaft kann man angeblich bei Warzen verwenden, hab ich ausprobiert hat aber nicht geklappt. Vielleicht nicht lang genug aufgetragen.
 

Breitwegerich
 


Gänsefingerkraut:
wächst hier auch wie die Pest, sehr guter Bodendecker, scheint auch unempfindlich gegen drüber laufen zu sein.




 Johanniskraut
Ganz ganz leise versucht es sich im Garten zu etablieren. Leider ist es schon zwei Mal dem Heu machen zum Opfer gefallen, dieses Jahr haben wir mal geschafft es stehen zu lassen. Bislang hat es noch nicht geblüht, ich hoffe auf letztes Jahr damit ich mal Johannisblütenöl ansetzen kann.



Nelkenwurz
Ist auch eher so ein kleiner Nieschenbewohner, wächst eigentlich nur an einer kleinen Stelle zwischen den Bodenplatten. Mal schauen ob ich es im Garten ansiedeln kann.


sdfgsdfg

Freitag, 12. August 2016

Laufenten - erstes Fazit

Schnecken? Welche Schnecken. Hätt ich nicht gedacht aber die drei Krückstöcke wie sie von meiner besseren Hälfte liebevoll genannt werden haben es echt im Griff. Und das obwohl sich Dame Nr 1 schon nach zwei Wochen zum brüten zurück gezogen hat. Nr 2 folgte 10 Tage später.
Ja sie haben gebrütet, der Stall und der Garten haben ihnen offenbar zugesagt.
Hello World:

Der Stall ist bis auf eine Kleinigkeit super.
Die hintere Klappe ist zum reinigen schön groß, man kommt überall gut ran. Die Terasse ist perfekt. Am Anfang dachte ich Terasse? Sonst noch was? Aus mehreren Gründen kann ich das aber empfehlen.
1. Bei der Eingewöhnung an den Stall sollen sie die ersten Tage drin bleiben, da die Terasse von Anfang an zur Verfügung stand waren sie in dem Sinne nicht eingesperrt sondern haben auch gerne draußen gesessen, den Garten beschaut und sich die frische Luft um den Schnabel wehen lassen.
2. Brauchen die Enten Wasser, zum Trinken und zum Reinigen ihres Federkleides. Eine große Wasserschüssel auf der Terasse hat sich da angeboten und sie haben das Heu im Stall dadurch nicht durchweicht.

3. Versuchen sie den Stall sauber zu halten und kacken dann morgens wenn die Klappe noch zu ist auf die Terasse, die kann ich mit Wasser abspülen und schruppen.
Sollte noch mal ein Stall gebaut werden müssen würde ich den Boden zwischen Stall und Terasse teilen und die Bretter der Stallwand nicht auf der Bodenplatte aufsetzen sondern bis zum unteren Rand der Bodenplatte verlängern, so würde das Wasser welches aus der Wasserschüssel rausgespielt wird einfach abtropfen. Jetzt ist da leider ein Spalt durch die aufgesetzte Wand wo das Wasser drunter kriecht.
Es sind wirklich Laufenten, sie bewatscheln ( eigentlich rennen sie eher ) fast den ganzen Garten und Hof. Sie haben auch schon mal einen Ausflug zum Nachbargrundstück unternommen auf die Kuhweide wollten aber doch nicht mit der Kuh spielen und waren ganz schnell wieder zurück. Ein Zaun hält sie nur bedingt ab. Der muss sehr engmaschig sein, ich hab gelesen wo ein Entenkopf durchpasst passt auch der Körper durch und das stimmt tatsächlich und zweitens können sie wenn sie wollen auch 1,20m überflattern. Bei zu kleinem Auslauf kann ich mir gut vorstellen das sie die Vegetation schaffen. Dann brauch man sich allerdings wohl auch keine Gedanken um Schnecken machen. Hier berennen sie ungefähr 3000qm.
Zurück zum Brüten. Im Internet hab ich mehrere Dinge gelesen die bei mir nicht eingetroffen sind. Sie haben sehr gut auf ihrem Gelege gesessen und wenn sie einen Ausflug unternommen haben das Nest auch immer gut abgedeckt. Den Erpel haben wir nicht separiert, er hat bei den beiden Damen aber auch nicht viel zu sagen :-). Wir haben ehrlich gesagt nicht viel unternommen um den Bruterfolg zu erhöhen, wir hatten eher gehofft das die Internetinformationen stimmen. Der Stal ist schließlich für vier Enten gebaut und ich will nicht dieses Jahr noch anbauen müssen.
Die beiden Enten haben in dem gleichen Nest gebrütet, das war kein Problem. 10 Kücken haben geschafft zu schlüpfen und aus dem Nest zu krabbeln. Es gab mehrere Eier wo die Kücken entweder beim Schlüpfen verstarben oder platt gedrückt wurden. Das größere Problem waren die Nachzügler, da Nr2 fast 10 Tage später gestartet ist sind auch erst nach weiteren 10 Tagen ihre Kücken geschlüpft. Die Älteren sind zu dem Zeitpunkt allerdings sehr fit und können den Alttieren folgen die dann schon größere Runden rennen, die ganz Jungen kommen nicht hinterher. Die wurden dann auch nicht eingesammelt, wir sind ein paar Mal mit nem Frischling in der Hand der Herde hinterher. Einen zwei Tage alte Nachzügler hat uns eine unserer Katzen dann  ins Wohnzimmer gelegt. Ich glaube fest daran das er an Erschöpfung zugrunde gegangen ist und die Katze ihn uns bringen wollte damit wir ihn wiederbeleben ;-).
Kücken können noch ertrinken. Wir hatten zwar den eingebuddelten Teich am Rand mit Erde aufgefüllt so das sie da gut rein und rauslaufen konnten, allerdings mussten sie ja am ersten Tag auch gleich mit dem Erpel in die blaue Sandmuschel mit rein, als ich nach Hause kam war einer grad am Untergehen, den hab ich dann raugefischt und musste den erst mal wieder aufpeppeln, der war kurz vorm abkrepeln.

Nachdem ich dann letztens endlich den Stall sauber machen konnte und noch ganze 13 nicht ausgebrütete Eier und mehrere kaputte Eier rausgeräumt habe gab es am nächsten Morgen Stress zwischen den beiden Damen, sie haben sich um eine Wasserschüssel geprügelt. Leider waren da aber auch grad zwei Kücken drin. Einer verstarb an einem Genickbruch, den anderen haben sie untergestuckt mit ihrem rein und rausgespringe. Der lag wie tot in der Schüssel, den hab ich dann erst mal raugelegt und wollte ihn schon bestatten als ich sah das er noch ganz leicht atmet, also Handtuch, Handwärme, warme Atemluft...aktion, ich glaube das war wieder der vom ersten Mal.
Ganz langsam kam er wieder zu sich. Meine bessere Hälfte also Kiste mit Stroh und Wärmflasche bereit gemacht, Futter und Wasser reingestellt und Kiste in einem katzenfreien Zimmer abgestellt, denkste. Laut piepsen ist er dann aus der Kiste raus, mein Mann ihn zum Stall getragen, in Stallnähe ist er dann aus seiner Hand runter gesprungen und schnurstracks in den Stall gerannt. Da durften sie dann wiedermal einen Tag im Stall und auf der Terasse verbringen. Ein Nachzügler lag auch mal ein Tag später tot im Stall.
Da waren es nur noch sieben.
Inzwischen passen die Enten besser auf, soweit ich weiß ist das ihr erstes Gelege

Nach dem Baden wird ausgeruht, die Eltern nutzen die Zeit zum putzen und bleiben in der Nähe

Mit den Katzen gibt es an sich kein Problem, jedenfalls aus Entensicht, die kommen aus einem Haushalt mit Katzen, wissen was das ist und klären jegliche für sie ungewollte Situation und davon gibt es viele. Aus Katzensicht ist das Scheiße wenn man ganz gemütlich  durch den Garten stromert und auf einmal aus dem Gebüsch eine Ente auf einen losgeht. Und die fackeln auch nicht lang, sobald eine Armlänge Abstand unterschritten ist geht es los, auch wenn dieser Abstand zustande kommt weil sich die Enten auf die Katzen zu bewegt. Situation geklärt, weiter schnabeln.


Bislang haben wir also jetzt upgegradet von 3 auf 10 Enten, der Stall reicht für 4. Entweder abgeben, Essen oder Stall anbauen. Abgeben tu ich aber erst wenn sie ausgewachsen sind, man merkt doch das sie noch an ihren Eltern hängen, Wärme, Schutz, Anleitung, ne ne, 7 Tage alte Kücken vom Hühnermobil ist echt keine Option.


LG





Mittwoch, 10. August 2016

Milchtankstelle Volkersdorf

Schon vor zwei Jahren war ich das erste Mal bei einer Milchtankstelle Rohmilch zapfen. Da besagte Tankstelle aber leider 30min mit dem Auto von uns entfernt ist hat sich daraus keine Regelmäßigkeit ergeben.
Seit dem erneuten Verfall des Milchpreises ist es mir aber nicht mehr möglich Milch im Laden zu kaufen. Bei dem Preis der nicht mal die Produktionskosten deckt schäme ich mich.
Im letzten Urlaub waren wir bei uns auf dem Markt, da wird Milch aus der Region verkauft dirket vom Bauernhof. Leider kann ich Mittwochs nun mal nur im Urlaub auf den Markt gehen, alternativ haben wir uns im Reformhaus auf die Milchliste setzen lassen. Für alle die Bestellen wird dann Freitag Milch aus dem Brodowinder Ökodorf geliefert. Aber eigentlich ist mir das auch schon wieder zu weit.
Und jetzt hat mir doch eine Kollegin gesteckt das in Volkersdorf eine Milchtankstelle aufgemacht hat. Das liegt eigentlich auf meinem Weg, ich kann Milch kaufen wenn ich sie brauche und muss nicht mehr am Samstag morgen zwingend in die Stadt um die Milch abzuholen. Perfekt.
Also als Tip an alle Dresdner die es noch nicht wissen, in Volkersdorf in der Nähe von Global Foundry und Globus könnt ihr Rohmilch tanken. Kostet ein Euro der Liter.Ich sterilisiere sie, muss jeder selber wissen.

LG

Freitag, 5. August 2016

Bauernblusen

Ich habe mir in den Kopf gesetzt mir eine Bluse im Stil einer Bauernbluse zu nähen aus normalem Blusenstoff. Das ist wieder eines dieser Langzeitprojekte.
Im Internet hab ich etwas recherchiert, bin aber nicht wirklich fündig geworden. Einmal eine Seite wo das Nähen einer Chemise beschrieben wird die der sogenannten Bauernbluse wie ich sie suche sehr ähnlich kommt und dann gibt es noch eine ähnliche Seite wo mehr auf die Detailverarbeitung eingegangen wird.

bei eBay habe ich mir letztens zwei alte Bauernblusen und ein Kleid gegönnt.
Interessant ist die Verarbeitung und der Schnitt der hier bei allen drei Versionen etwas unterschiedlich ist.

Die eine Bluse hat noch den Schnitt der nur aus Rechtecken besteht. Ein großes Rechteck für den Körper, zwei Rechtecke für dei Ärmel und zwei Quadrate unter den Ärmeln als Anschluss der Ärmel an den Körper um Bewegungsfreiheit zu gewinnen. Die Mehrweite am Hals wird mit Fältchen eingefasst.

Bei der zweiten Bluse ist aus dem Quadrat ein keilförmiger Streifen geworden, mehr Weite in der Teile aber weniger Stoff am Hals vielleicht?
 


Beim Kleid bin ich noch nicht durchgestiegen, das ist ein Mix aus Raglan und Streifen.


Was alle drei Stücke auszeichnet ist die Stickerei und zum Teil sind sie auch noch mit Hand zusammengenäht.

Ein bisschen habe ich an den drei Stücken auch schon gelernt und mein zweites Probeteil ist an sich schon OK, am Halsbereich muss ich noch optimieren, mit wieviel Fäden wurden die Falten gelegt, wie breit sind die Falten...Ist wohl eher was fürn Winter.

LG

Donnerstag, 4. August 2016

was haute couture mit Warmwasserinstallation verbindet

erst mal nix.
Mein Blogname ist eine kombinierte Anspielung auf das Schneiderhandwerk und eine heiße Silhouette im besten denglish wird ein französischer Begriff verballhornt, nimmt man.jetzt noch eine weitere Sprache hinzu, nehmen wir mal russisch, dann kann man mit hotkontur auch einen Warmwasserkreislauf beschreiben, das dürfte ebenfalls eine ziemliche Verballhornung sein aber so fitt bin ich in russisch auch nicht mehr. Leider denn ich empfand russisch immer als sehr poetische Sprache.
Was hat das jetzt alles miteinander zu tun?
Seit einiger Zeit habe ich auf meinen Blog sehr viele Zugriffe aus Russland und ich hab mich gefragt warum?
 
Es gibt eine Internetseite eines Installationsbedarfs für anscheinend Warmwasser die sich ebenfalls hotkontur nennt.
Vielleicht sollte ich mal ne Weiterleitung einbauen.

LG

Freitag, 29. Juli 2016

Waschmittel

über den Post bin ich letztens gestolpert. Das sah so einfach aus.
Also ab zu DM und Zutaten gekauft und zusammengerührt. Zur Aufbewahrung habe ich Milchflaschen genommen, schöne große Öffnung und frei von Plastik. Ausserdem konnte ich so die Menge von nach Rezept 3 Litern auf drei Flaschen verteilen und drei verschiedene Düfte probieren : Lavendel, Zitrone und Orange.
Das sieht nicht nur einfach aus sondern ist es auch.
Die Wäsche wird sauber, nachdem ich noch etwas mehr ätherisches Öl hinzu gegeben habe duftet es auch ganz leicht nach dem Waschen. Mal sehen ob sich die Wasserwerte unserer Kleinkläranlage verändern.


Man sollte nur darauf achten keine Kernseife zu nehmen die überfettet ist.
Im  Kommentarteil des Postes bin ich dann noch auf die Seite von smaricular gestoßen wo noch ne ganze Menge weiterer Rezepte vorgestellt werden. Seit langem suche ich schon nach einer Anleitung für Zahncreme, fündig geworden und wird als nächstes versucht.

LG

Freitag, 22. Juli 2016

Brotbeutel

im Sommer komm ich ja fast nicht zum nähen, draußen sein ist wichtiger.
Letztens habe ich auf dem Flohmarkt aber mal wieder eine Rolle altes Bauernleinen bekommen, da ich solche Schätze erst verwerten kann wenn ich genügend auf Lager habe war es jetzt also soweit mal meinen lang angedachten Brotbeutel aus altem Leinen zu nähen.


Stilecht mit nem Spruch bestickt, mit Hand genäht ( das ging dann auch auf der Couch und hat auch gar nicht so lang gedauert ) und einem gehäkelten Zug / Aufhängband passt er hervorragend in unsere Küche.

LG

Mittwoch, 20. Juli 2016

Büchermittwoch - Holunder - Mythod, Heilwirkung und Rezepte

Titel : Holunder - Mythod, Heilwirkung und Rezepte
AutorIn : Krystin Liebert
Verlag : Demmler Verlag
Erscheinungsjahr :  2009
Kategorie : Wissenssammlung
selbstständig käuflich erworben

Symbolbild ( ob ich oder ob ich nicht darf war mir zu anstrengend zu klären, daher gibt es Bilder die das Cover symbolisch darstellen )



Ein kleines Buch mit 90 Seiten das sich ausschließlich mit dem Holunder beschäftig, der wächst bei uns in allen Ecken und ist in rauhen Mengen vorrätig. Neben den klassischen Holundersaft / blütensirup oder likör, getrockneten Blüten für Tee und Blüten fritert kann man auch die Wurzeln und die Rinde verarbeiten.
Gehört hatte ich das schon, soll ja auch von den Altvorderen ein hochgeachteter Baum gewesen sein. Neben der Möglichkeit das sich das Märchen von Frau Holle vom Holunder inspirieren ließ oder das der Hollunder mal eine Göttin verkörpert hat gibt es noch viel anderen Aberglauben der darauf schließen lässt. Darauf wird im Buch im ersten Teil "Geschichte und Mythos" eingegangen, nach einem kurzem botanischen Exkurs und einem Kapitel zum Thema "Sammeln und Verarbeiten" folgt der Hauptteil in wiederum drei Kapiteln :  Heilpflanze, Schönheitspflege und Küche. Was ich sehr angenehm finde, jedes Kapitel hat eine andere Farbe am Seitenrand, so lässt sich sehr schnell zwischen den Themengebieten hin und her springen.
Von einem Großteil der Verwendungsmöglichkeiten habe ich noch nicht gehört, ich hab also viel gelernt beim Lesen des Buches.

LG

Freitag, 15. Juli 2016

Laufenten - sie sind da

kurz war ich mir nicht sicher ob das überhaupt klappt. Natürlich hatte ich erst mit dem Stallbau angefangen bevor ich mich überhaupt ernsthaft um eine entsprechende Bezugsquelle bemüht habe. Da wir unsere Hühner vom Geflügelzuchthof haben der hier alle paar Wochen durch das Dorf fährt und sie auch Laufenten auf der Liste führen war für mich eigentlich klar das ich sie auch dort kaufe. : selber Hof - gleiche Bakterien und Virenkulturen und entsprechende Immunität.
Aber nein, Hühner bekommt man mit 12-18 Wochen Alter, die Laufenten jedoch mit 7 Tagen.
Das ist in mehrerer Hinsicht suboptimal.
Erstens kann man in dem Alter noch gar nicht erkennen ob es ein Erpel ist oder nicht und was bringt es mir am Ende wenn ich bei 4 Küken drei Erpel und ein Weibchen habe? Stress.
Zweitens habe ich noch keine Laufenten, niemand der Ihnen Sozialverhalten, Fluchtverhalten...beibring.
Ich glaube nicht an rein instinkgesteuerte Tiere. Dann hätten unsere Enten die wir vor ein paar Jahren mal von den Nachbarn im "Kleinkindalter" bekommen haben nicht versucht wie die Hühner auf der Stange zu nächtigen. Das ist mit Ihren Füßen nicht so praktikabel. Und auch der Hahn hat sich etwas bedrängt gefühlt ;-).
Zum Glück hat sich jemand bei uns in der Gegend von ausgewachsenen Laufenten trennen wollen.
Und hier sind die kleinen Angsthasen.





LG

Mittwoch, 13. Juli 2016

Büchermittwoch - Die Kräuter in meinem Garten

Titel : Die Kräuter in meinem Garten
AutorIn : Siegried Hirsch, Felix Grünberger
Verlag : Freya

Erscheinungsjahr : 2002
Kategorie : Wissenssammlung

Symbolbild ( ob ich oder ob ich nicht darf war mir zu anstrengend zu klären, daher gibt es Bilder die das Cover symbolisch darstellen )



Das Buch ist ein echter Klopper, mit fast 2,5 kg ist das eher kein Buch für die Couch.
Beschrieben ist im Endeffekt alles was wächst, Kräuter, Gräser, Bäume, Blumen...
Das Buch beginnt mit einer tabellarischen Übersicht der vorgestellten Vegetation und in Kurzübersich wird alles aufgelistet zum Thema Blütezeit, Erntezeit, was wird gesammelt und wie wirkt es.
Das ist schon mal ganz gut, da kann man sich jahreszeitlich fokusiert mit der Thematik auseinander setzen.
Es folgt eine kurze "Einstimmung" mit einer Anleitung zum Thema Sammeln : wie sammel ich wann nachhaltig und richtig und kurz etwas zum Thema Aufbewahren und dann geht es auch schon los mit der Vorstellung der Pflanzen nach Alphabet.
Je nach Informationslage wird auf einer oder auch auf drei Seiten alles zu der Pflanze zusammengetragen was bekannt ist. Bioloisches Profil, was sagt Hildegard von Bingen, was macht die Traditionelle Chinesische Medizin damit, Bachblütentherapie, was weiß der Volksmund zu berichten ( Aberglaube ), wie wird sie gesammelt und angewendet, Astrologische Zuordnung, Edelsteintherapie und Homöopathie.
Da ich mich sehr für die alte Volkskunde interssiere ist für mich der Teil "Magisches" wahnsinnig spannend,  die ganzen Heil und Schutzzauber sind wahrscheinlich noch ein Überbleibsel der vorchristlichen Zeit. Es wird zwar immer behauptet das das alte Wissen in Europa verloren ist aber ich glaube eigentlich das noch ziemlich viel überliefert ist, man muss es nur zusammensuchen. Der richtige Verlust findet eher in der jetzigen Zeit statt. Wenn ich Erklärbücher vergleiche die von Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts geschrieben wurden und Bücher von jetzt so ist der Unterschied in der Informationsdichte doch echt eklatant. Heute gibt es hauptsächlich Bilderbücher. Aber zurück zum Buch.
Man kann sagen es ist für jeden was dabei.
Man wird vom Inhalt des Buches förmlich erschlagen.
Nur mit diesem Buch die Gewächse zu bestimmen fällt mir schwer. Die Bilder der Gewächse sind eher dekorativ als detailiert aber ich denke das ist auch nicht der Anspruch.
Was mir nicht so gut gefällt ist der Hinweis auf die Giftigkeit der Pflanzen. Das versteckt sich meist irgendwo im Text. So steht bei der Beschreibung von Rainfarn unter dem Punkt "Sammeln in der Natur" das die Pflanze giftig ist und von einer Selbstanwendung abgeraten wird, unter dem Punkt "Anwendung" gibt es diesen Hinweis allerdings nicht. Ebenso bei der Zaunrübe während beim Fingerhut auch im Teil "Anwendung" auf die Giftigkeit der Pflanze eingegangen wird. Das ist für mich nicht ganz stimmig. Da wäre ein eindeutiger überall gleich aussehender Warnhinweis schöner gewesen wie bei Liesel Malms Buch.
Das Buch endet mit einer kurzen Vorstellung der verschiedenen Zubereitungsarten der Anwendung wie Tinktur, Salbe, Saft, Pulver und dann folgt eine kurze Vorstellung der Heilansätze : Homöopathie, Bachblüten, Mondeinfluss, Tierkreiszeichen und Schüssler Salze. Hier fehlt mir wiederum die TCM und Hildegard von Bingen. Das Buch ist von den behandelten Themen her sehr umfangreich für mich aber nicht komplett stimmig

Mit dem Buch bin ich trotz allem sehr glücklich. Das Spektrum der vorgestellten Pflanzen ist wahnsinnig breit, es geht vorrangig um Pflanzen die in unseren Breiten wachsen, man kann mit dem Buch also auch was anfangen.

LG

Freitag, 8. Juli 2016

Mücken

juchhu es ist Sommer, es ist warm und manchmal feucht und da sind se wieder, wie habe ich sie vermisst.
Die Mückenpopulation ist hier nicht tot zu kriegen, direkt neben dem Feuerwehrlöschteich mit diversen Wasserstellen im Garten auch kein Wunder. Wer schlafen will ( und Fenster zu ist keine Option ) muss sich diese Plage vom Hals halten. Nun gibt es eine diverse Anzahl an verschiedenen natürlich alle supertoll wirkenden stinkenden Antimücke / Zecken ... Sprays. Die wirken aber nicht nur gegen Mücken sonder auch hervorragend gegen Katzen, Mitmenschen und einen selber. Jedenfalls bei mir.
Die Bettwäsche stinkt nach dem Zeug, man soll bloß nicht auf die Idee kommen nach dem einkleistern mit den Fingern in Nähe von Mund oder Auge zu kommen und tief einatmen sollte man auch nicht.

Die alternative besteht in einem Glas Kokosfett das man leicht erwärmt und Lavendelöl. 15 Tropfen auf 200g sollten reichen. Nicht zuviel sonst brennt es wieder in den Augen, aufgrund der möglichen allergenen Wirkung sollte man es auch erst mal testen bevor man sich komplett einschmiert und selbst die Katzen rennen nicht mehr schreiend weg sondern nur die Mücken.

Sollte doch eine Mücke die Barierre überwinden und zustechen habe ich mir noch eine Spitzwegerichsalbe angerührt. Der ein oder andere kennt bestimmt den Trick, ein Spitzwegereichblatt zerreiben bis der Saft austritt und auf den Mückenstich schmieren. Für die Salbe habe ich eine handvoll Spitzwegerichblätter gesammelt, mehr die jungen frischen Triebe, kleingehackt und in Olivenöl eingelegt. Dafür habe ich ein kleines Marmeladenglas genommen. Dann ein paar Tage stehen lassen und regelmäßig geschüttelt, zum Schluss noch mal auf den Herd und leicht köcheln lassen, eigentlich soll man es ja andersrum machen, hat aber zeitlich nicht gepasst und so ging es auch.



dann wird das Öl abgeseit und mit entsprechender Menge Bienenwachs und optional Lanolin  wieder im warmen  Wasserbad verrührt, abkühlen lassen. Wenn man ätherische Öle und andere sensible Zusatzstoffe hinzugibt sollte man damit warten bis die Temperatur der Salbengrundlage nicht mehr so hoch ist.

Für das Wasserbad habe ich eine kleine Emailleschüssel die ich auf den Herd stelle. So komm ich gut ran.

Hilft auch. So bin ich gerüstet für die Invasion.

LG

Mittwoch, 6. Juli 2016

Büchermittwoch - Meine liebsten Wildkräuter

Titel : Meine liebsten Wildkräuter - Neues von der Kräuter-Liesel mit ihren besten Rezepturen
AutorIn : Liesel Malm
Verlag : Bassermann Inspiration
Erscheinungsjahr : 
Kategorie : Selbsterfahrung
selbstständig käuflich erworben

Symbolbild ( ob ich oder ob ich nicht darf war mir zu anstrengend zu klären, daher gibt es Bilder die das Cover symbolisch darstellen )



Das ich mich seit zwei Jahren vermehrt mit Wild und Heilkräutern beschäftige habe ich ja schon mal geschrieben. Natürlich habe ich dafür mehrere Bücher erstanden. Nix ist schöner als an einem verregneten Tag gemütlich mit einer Tasse Tee vor den Bücherregalen zu stehen, mit dem Finger sanft über die Bücherrücken zu streichen, mich für eins zu entscheiden und dann im alten Ohrensessel drin zu blättern und zu lesen. Ja so stell ich mir das mal im Alter vor, zur Zeit habe ich für solche Abende leider keine Zeit.

Also wird quergelesen und gesammelt.
Einteilen würde ich die Bücher in drei Kategorien : Pflanzenbestimmung, Wissenssammlung und Selbsterfahrung..

Das Buch "Meine liebsten Wildkräuter" von Liesel Malm gehört für mich in die Kategorie Selbsterfahrung. Hier schreibt jemand der nicht nur theoretisch erworbenes Wissen weitergibt sondern jemand der viel gelesen, recherchiert und selber praktisch ausprobiert und angewendet hat.
Das Buch ist im Endeffekt zweigeteilt.
Im Erstem größeren Teil werden Wildkräuter nach A-Z sortiert beschrieben und zwar gibt es immer Bilder der Pflanze dazu eine Beschreibung wo und wie es wofür verwendet wird ( Volks/Schulmedizin - Homöopathie ), kleine Pflanzenkunde, eine Erwähnung wer es beschrieben hat ( Hildegard von Bingen, Paracelsus...) und einen kleinen Rezeptteil ( Tee, Tinktur,...) und auch einen Hinweis ob die Pflanze leicht giftig ist was ich sehr wichtig finde.
Im Zweiten kleineren Teil werden die Giftpflanzen aufgeführt.
Schön liest sich auch das Nachwort einer Enkelin wie es zu dem Buch kam.

Die Rezepturen sind einfach und auf Wirkung statt auf den Plazeboeffekt "viel hilft viel" ausgelegt.

Mir gefällt es.

LG




Freitag, 1. Juli 2016

Laufenten - Stallbau

Nachdem wir Katzen, Hühner und Schafe haben sollen jetzt also noch indische Laufenten einziehen.
Jedes Tier hier hat seine Aufgabe. Die Hühner legen Eier und werden gegessen. Die Schafe vertilgen das Gras das bei uns in rauhen Mengen wächst; zumindest in Form von Heu im Winter, die Katzen fangen Mäuse und Ratten,sorgen für eine gesunde Vogelpopulation und erden uns jeden Tag. Jetzt haben wir ein wahnsinniges Problem mit Schnecken und da kommen die Laufenten ins Spiel. Die sollen nähmlich die Schnecken fressen, ein Grund warum der Garten nicht in Schwung kommt, von den anderen berichte ich später.
Dafür brauchen wir erstmal einen Stall.
Wir wollen eine kleine Gruppe, einen Erpel und zwei oder drei Weibchen also brauche ich zwei qm Stallfläche.
Da die Enten in den ersten Tagen eine Eingewöhnung brauchen ist wohl eine Veranda nicht schlecht. Sie werden wohl bis zu 80cm groß und wollen ein bisschen Spielraum daher muss der Stall etwas höher sein.
Ein erster Entwurf um mich mal langsam ranzutasten

Die weitere Randbedingung, sowenig Verschnitt und Schnitt wie möglich.
Daraus ergibt sich eine Grundfläche von 4 qm, 2m lang - 2m breit da brauch ich die Rauhspundbretter und Trägerbalken nicht kürzen.
Dann wäre ein Satteldach nicht schlecht damit das Wasser auch gut abläuft. Die Dachspitze wird also 1.20m und die Rückwand 0.8m damit brauch ich die Latten nur einmal sägen und habe Bretter für die Vorderseite und Rückseite. Bei den Maßen ergeben dann auch die Seitenteile in Summe genau 1 * 2m die entsprechend schräg halbiert werden.

Die Rückseite wird halbiert, eine Seite fest verschraubt, die andere dient als Klappe um den Stall gut sauber machen zu können.
Soweit die Theorie, in der Praxis sind leider nicht alle Bretter aus dem Baumarkt frei von Löchern. Löcher sind nicht so gut da Luft - Kälte - Feuchtigkeit und möglicherweise Ungeziefer einziehen kann.
Dann bin ich auch noch ein Fan des ultrastabilen Bauens, daher werden 58er Balken ungehobelt für die Rahmenkonstruktuion verwendet, da kann ich von außen Latten anschrauben und ebenso von Innen, in die Zwischenwand passt dann noch gut Dämmmaterial. Ursprünglich wollte ich mit Stroh ausstopfen aufgrund der nicht ganz so perfekten Bretter wird es wohl doch 50er Styrodur werden.
Dann ist der Stall gut gedämmt und auch im Winter sollte es keine Probleme geben.
Während des Zusammenschraubens stelllen sich dann natürlich noch ein paar Fragen die im Vorfeld nicht ausreichend durchdacht waren. Das kläre ich dann während des Zusammenbauens.
Verbraucht habe ich damit 10qm Rauhspund Bretter und 20 Balken mit je 2m Länge.

Die Veranda wird mit Hasendraht bespannt damit Schutz vor Fleischfressern besteht.
In der Mitte haben wir dann noch ein Brett als Klappe angebracht und den Stall auf Betonsteinen aufgebockt.
Ich bin total zufrieden, aufgrund gezerrtem Rücken hat es fast eine Wochen gedauert aber so verbring ich Urlaub gerne. Ich find es hat ein bisschen was von cabinporn.
Der einzige offen Punkt ist das Dach, bislang haben wir eine Plane drüber gezogen, eigentlich wollten wir PVC Auslegware drüber ziehen aber die ist nicht preiswert zu bekommen, dann gibt es noch die Option Welldachplatten - Transportfrage, Dachschindeln aus Bitumen - ist wiederum sehr teuer - schaun wir mal.

Was jetzt noch fehlt ist ein richtiger Teich, die Baumarktversion tut es wahrscheinlich bis zu dessen Fertigstellung. Da der Teich sowie so schon seit einiger Zeit an der Stelle geplant ist zwecks Speichern von Regenwasser hoffe ich das die Motivation diesen auch tatsächlich fertig zu stellen einfach jetzt größer ist :-)

LG

Freitag, 24. Juni 2016

Seife sieden - der Anfang


Ich verwende schon seit Jahren nur noch Seife anstelle von Duschbad, Haargel und Co aufgrund der Inhaltsstoffe.
Die letzten Jahre habe ich meine Seifen hauptsächlich auf Märkten gekauft oder beim Einseifer in Dresden.
Mit Importware in Maßen habe ich kein Problem, vorhandenes zu substituieren weil es einfach nur billiger ist find ich nicht so optimal also fällt Palmöl weg. Da wird es eng mit Seife käuflich erwerben.
Da Seifen in der Regel aus einer Mischung von festen und flüssigen Fetten bestehen und es wenig pflanzliche Alternativen zu Palmöl gibt bin ich bei dem seit jeher verwendeten Schweineschmalz gelandet. Ein tierisches Fett, kann ich aus der Agrargenossenschaft bei mir um die Ecke beziehen wo ich ungefähr weiß wie die Schweine gehalten werden und das ist für mich OK.
Also Youtubefilme geschaut, ein Buch erstanden, im Internet recherchiert, im Seifentreffforum gelesen und die entsprechenden Utensilien zusammen gesucht, Ätznatron im Internet bestellt und los ging.
Die erste Seife die ich angesetzt habe bestand also aus Schweineschmalz und Distelöl.

500g Schweineschmalz,
500g Distelöl
314g destilliertes Wasser und die entsprechende Menge NaOH für 8% überfettete Seife.

Distelöl macht die Seife weich, jetzt hab ich auch noch 8% überfettet und die Wassermenge etwas zu hoch dosiert.
Die Dosierung der Wassermenge hat sich mir auch erst erschlossen als ich glaube in dem Buch gelesen hatte oder war es doch ein Blog???
Um NaOH vollständig in Wasser zu lösen braucht man ein Verhältniss von gerundet 1:1. Je konzentrierter die Lauge ist umso schneller dickt der Seifenleim an. Um den Seifenleim aus dem Topf in die Form zu bekommen darf er nicht zu schnell andicken, wenn man dann noch Spielerei mit Farbe oder ätherischen Ölen betreiben will muss man sich im Vorfeld schlau machen ob die Zusätze den Seifenleim schnell andicken oder nicht. Dann kommt es auch noch auf das verwendete Öl an, Distelöl und Rizinusöl machen die Seife wiederum weicher also Wasser leicht reduzieren, denn zu flüssig ist auch wieder nicht gut. Zudem muss man eine halbwegs stabile Emulsion erzeugen damit der Verseifungsprozess gleichmäßig erfolgen kann.
Je nachdem welche Zutaten man verwendet kann man die Wassermenge entsprechend variieren. Über den Daumen gepeilt habe ich gelesen das die 2 - 2,5fache Menge an Wasser zu guten Resultaten führt.
Wenn sich hier ein Fehler eingeschlichen hat bitte ich um Korrektur.

Zum Thema Schweineschmalz und den Befürchtungen bzgl Geruch, das kann man umgehen in dem man das Schmalz nicht stark erhizt. Ich hab es ganz langsam erwärmt und bin glaube kaum über 50 Grad gekommen. Meine Seifen riechen alle nicht nach Schwein.


Jedenfalls hat es sehr lange gedauert bis dieser Seifenleim angedickt ist, ich hätte fast meinen Pürrierstab geschrottet, der fing schon an zu qualmen, da dachte ich wird schon reichen. Hat es nicht, hab ich aber auch erst beim Waschen festgestellt als das Seifestück fast aufgebraucht war, als ich statt schönem feinem Schaum eine Schicht Schmalz auf der Haut hatte, hihi.

Als Vorsichtsmaßnahme habe ich mir bei der ersten Seife noch pH Teststreifen aus dem Baumarkt besorgt um sicher zu gehen das ich  mir nicht die Haut verätze.

Aufbewahrt wird die Seife in einem Stoffsäckchen aus Leinen, kann man auch zum Beduften zwischen der Wäsche lagern.



LG

Freitag, 17. Juni 2016

UFO Bluse

nachdem ich letzten ja über meine Erkenntniss schrieb, Blusenschnitte  auch zu tragen wenn die Knopfleiste  nicht existiert, ( spricht man dann eigentlich von Tunika? ) und ich auch meinen Ufostapel gesichtet habe fand ich die hier fast fertig.
Die ist schon so alt das ich nicht mal mehr weiß welcher Schnitt das ist, mit gewisser Wahrscheinlichkeit ein Burdaschnitt, jedenfalls im Ursprung. Es fehlten noch die Ärmel und der Kragen,
die habe ich dann von dem Hawaiihemdschnitt genommen. Die Weite war etwas zu gut gemeint, daraufhin habe ich noch Abnäher genäht und trage sie jetzt regelmäßig.

Als ich mich durch meinen UFO Stapel gewühlt habe fand ich auch noch den Anfang eines Wintermantels den ich mal im Rahmen eines Sew Alongs begonnen hatte und dank eines entsprechenden Blogeintrages konnte ich den ursprünglichen Schnitt identifizieren. Einer der Gründe warum ich wieder angefangen habe zu bloggen, ursprünglich sollte der Blog ja auch als "Tagebuch" laufen


LG





Freitag, 10. Juni 2016

Kräuterseminar Oberweißbach

Auf unserem Grundstück wachsen viele Kräuter und der Drang gesundheitsstärkende MIttelchen daraus gewinnen zu können hat mich letztes Jahr um diese Zeit nach Thüringen geführt. Auf der "Grünen Woche" bin ich über einen Prospekt aus Oberweißbach gestolpert der mehrere Kräuterseminare beschrieben hat.
Also hab ich mich schlau gemacht was mich erwartet, mich für einen Grundlagenkurs entschieden und mich angemeldet.
Es gibt in der Region um Oberweißbach eine lange Tradition der sogenannten Buckelapotheker. Sprich Apotheker die Salben, Tinkturen... nach alten und neuen Rezepten gebraut haben und per Fuß und Rucksack ziemlich weit in die Welt hinaus getragen haben. 

So weit ich mich an die Gespräche und Vorträge erinnere wurde dieser Handel mit dem Aufkommen der pharmazeutischen Großbetriebe eingestellt, bzw. auf Druck der Großindustrie untersagt.

Das Seminar ging über drei Tage, am ersten Abend nach der Anreise gab es ein Abendesse zum gegenseitigen Kennenlernen, am nächsten Tag ging es morgens gleich los im Fröbelhaus,

 ein sehr schönes altes Haus das im Erdgeschoss einen Laden beherrbergt wo jegliche Zutagen für Salben, Cremes, Tees, Teemischungen..erworben werden können ( darauf bin ich auch zurück gekommen )


sowie einem kleinen Museum das auf den Olitätenhandel ausgerichtet ist. Im Dachstübel fand das Seminar statt.

Das ganze Haus ist noch mit alten bäuerlichen Gerätschaften und Möbeln ausgestattet, im Dachgeschoss hängen überall Kräuter zum trocknen.

Der Kurs war unterteilt:
ein Teil wurde vom Ehepaar Worms abgehalten die die alte Tradition der Buckeapotheker wieder beleben und vorstellen und uns vor allem ihre praktischen Erfahrungen weitergegeben haben, dies beinhaltete auch einen kleinen Kurs zum Thema Salben herstellen, bzw den praktischen Teil.
Dann gab es noch eine Führung über den Kräuterlehrpfad. An den Hängen von Oberweißbach wachsen eine Unmenge von einheimischen Kräutern und Heilblumen, Herr Worms macht sich jedes Jahr die Mühe alle Heilkräuter die am Wegesrand wachsen mit Schildchen zu versehen, inklusive QR Code um auch das jüngere Publikum zu erreichen.

Der dritte Part wurde von einer Heilpraktikerin-Aromatherapeutin gehalten, da ging es um das Sammeln und Aufbewahren von Kräutern, um das Ausziehen in Alkohol und Öl und um die theoretischen Grundlagen der Salbenherstellung.
Was Aromen angeht bin ich wohl eher untypisch, ich mag keine übermäßig süßen und vor allem keine künstlichen Gerüche, ist mir egal wie das angeblich wirken soll. Die Ringelblumensalbe die von den Kursteilnehmerinnen begeistert mit Rosenaroma "verfeinert" wurde habe ich schlussendlich entsorgt, ich hab den Geruch einfach nicht ausgehalten.
In Summe war der Kurs eine sehr interessante Erfahrung.
Am letzten Tag gab es noch einen Kurs zum Thema gestalten mit Blumen. Da die Heimreise allerdings fast 8 Stunden in Anspruch genommen hat habe ich den Ausfallen lassen. Zum Glück denn wir sind somit den sonntäglichen Staus halbwegs aus dem Weg gegangen.

So ein Seminar möchte ich noch mal besuchen, allerdings werde ich mir etwas in der näheren Umgebung suchen.
Wenn man von den überall wachsenden Kräutern wie Löwenzahn absieht ist es doch schon relevant in welcher Region man sich befindet. Und der Thüringer Wald ist mit dem Brandenburgischen Plattland eher nicht zu vergleichen.

LG










Freitag, 3. Juni 2016

wiesenkräuter

wir benutzen in der Regel ja keinen Rasenmäher, wir haben ja Schafe... und überhaupt haben wir auch keinen Rasen, wir haben Wiese. Warum sich daran einige Nachbarn stören, selbst auf unserm Hof den man von der Strasse nicht mal sieht werde ich wohl nie nachvollziehen können, ist mir aber auch egal.
Da wir also Wiese haben und die auch erst im Juni nach der Blüte zu Heu gemacht wird kann bei uns so einiges wachsen und das tut es tatsächlich auch. Ein Großteil davon ist auch zu gebrauchen wenn man sich etwas damit auseinandersetzt.

Da haben wir Giersch:

lässt sich angeblich wie Spinat verwenden, hab ich mal probiert als ich auch noch Besuch hatte, war nicht so die Erfüllung und die Besucher haben mir im nachhinein gestanden das sie sich doch verarscht gefühlt hätten. Konnte ich nachvollziehen aber leider nicht mehr ändern, inzwischen weiß ich man nimmt wohl den jungen Giersch.

Brennessel, hervorragend als Tee, hängt zum trocknen auf dem Boden,
Labkraut, kann man wohl zum Käsen nehmen
Löwenzahn, letztes Jahr hab ich Löwenzahnhonig gemacht, lecker



Gundermann trink ich als Tee, soll unter anderem gegen Halsentzündung helfen.


Taubnessel 
 haben wir als Kinder immer die Blüten ausgezutscht, genau die kann man wohl als Tee sammeln.

Mit einigen hab ich mich schon beschäftigt, mit vielen aber auch noch nicht, ich hab einige Bücher bestellt in denen nützliche Informationen stehen, das ein oder andere werd ich mal vorstellen.

LG