Donnerstag, 22. September 2011

Mhhh weiß nicht so genau

Ich hab mal wieder ein Shirt nachgenäht, von so einem weit geschnittenem. Zur Zeit mag ich ja lieber luftige Dinge anziehen. Am Original haben mir die Schlitze am Arm gefallen. Der Jerseystoff vom Stoffmarkt fällt eigentlich ganz schön, das dunkelblau ist auch meine Farbe aber der leichte Glanz...Ich bin mir nicht sicher ob das eher nach Pyjama aussieht oder tagestauglich ist.
Ich muss mich mal von jemanden photografieren lassen, dann kann man es vielleicht besser beurteilen.

Sonntag, 18. September 2011

Socken nähen!

Das Buch ist da...und ich finds klasse.
Der Schnitt ist einfach geschnitten und genäht, in dem Buch werden zig Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt. Ich wär da so schnell nicht drauf gekommen. Die Socken tragen sich sehr angenehm, die Naht drückt nicht. Ob aus dickem Fließ für zu Hause oder aus dünnem Baumwolljersey für unterwegs, mit diesem Schnitt wird dir geholfen...

Ich hab gleich mal drei Paar in einem Rutsch runter genäht
Ich bin nicht die einzige die anscheinend begeistert ist, hier noch ein paar weitere Inspirationsquellen: http://resize-genadelt.blogspot.com/, http://frau-kichererbse.blogspot.com/, es gibt anscheinend auch viel Kritik die ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Blaudruck

Gestern war ich mit Strategchen und Amberlight beim "Blaudruck" Workshop in der Form das wir mit blauer Stoffmalfarbe und echten Blaudruckmodeln weiße Baumwolltücher bestempelt haben. Da ich mal wieder die Kamera ohne Speicherkarte mitgenommen habe, tolle Bilder gibt es bei den beiden anderen zu sehen.

Blaudruck ist eigentlich ein Färbeverfahren ähnlich wie bei den sorbischen Wachsostereiern. Da auftragen der blockierenden Schicht auf den Stoff, der Färbevorgang danach und dann das entfernen des Blockers 1. zeitaufwendig ist und 2. nicht grade mit ökologisch unbedenklichen Materialien abläuft ( wer will heute schon mit bleihaltigen Substanzen arbeiten ) ist mir der gefakte Blaudruck lieber, zumal das eigentliche Highlight die Holzmodel sind, es gibt wohl nur noch 5 Personen die die Herstellung beherrschen. Tja, ein weiteres aussterbendes Handwerk.

Donnerstag, 15. September 2011

Früchte der Arbeit

Der Sommer neigt sich ja langsam dem Ende zu und die letzten Früchte reifen. Jetzt häuft sich die letzte Ernte. Da ich eigentlich zu Hause unter der Woche kaum zum Essen komme muss ich wohl oder übel ein paar Sachen mit auf Arbeit nehmen, das freut  die Kollegen mehr als mich ;-)

Mittwoch, 14. September 2011

La Rue II

Die rote La Rue hab ich ja jetzt schon eine Weile, an sich ist die ziemlich praktisch. Aber das Innenleben geht mir ziemlich au den Keks. Ich finde nix, die Seitentaschen sind zu groß, da rutscht immer alles rein. Ausserdem hab ich mal wieder den Fehler gemacht und das Innenleben schwarz genäht, da find ich nix. Wenn ich den Schlüssel suche muss ich meistens alles ausräumen.
Optimieren kann man ja immer, also hab ich sie mir noch mal genäht.
Diesmal auch noch ein Stück größer da sie mir auch ein Tick zu klein war. Ich trage sie meist mit Schultergurt, da ist sie ja nur halb so groß.
Für die Innentaschen hab ich diesmal meine Utensilien direkt als Vorlage für die Größe genommen, so passt das Handy perfekt rein und rutscht nicht mehr rum.

Für das Portemonaise hab ich eine seitliche Aussentasche genäht, hier war wieder die Meterware Reißverschluss sehr komfortabel, ich schneide erst nach dem Einnähen auf Länge, dann kann ich den Schließer noch ausserhalb des Nähbereiches lassen. Und bei dem Stoff fällt er kaum auf.

Ich finde die Taschenform toll. Wenn man wirklich mal was Schweres reinpackt kann man  sie bequem tragen, ob über der Schulter oder mit Riemen kann man spontan entscheiden.

Sonntag, 11. September 2011

Tag des offenen Denkmals

Zum Tag des offenen Denkmals habe ich mich heute mit gefühlten 300 Rentner durch die Ruinen des alten Lahmann-Sanatorium gewühlt. Aus den Unterhaltungen konnte ich entnehmen das ein Teil der älteren Leute Großeltern oder Eltern hatte die dort gearbeitet haben oder Patient waren. Mit dem Ansturm war anscheinend bei der Planung des Events nicht gerechnet worden, nachdem die erste Gruppe von 30 Leuten das Gelände betreten hatten wurde das Gittertor erst mal wieder geschlossen. Das erste Gerücht es würde erst nach 45min weiter gehen bestätigte sich nicht, die Tore wurden wieder geöffnet und die Leute stürmten wie damals bei der Maueröffnung das Gelände. Ein Großteil ist abgerissen worden um Platz zu schaffen für eine private Wohnanlage mit Preisen zwischen 1000-3000 Euro pro qm. Also wenn sich jemand die noch stehenden Gebäude ansehen will, was ich empfehlen kann, solange es für normal Sterbliche noch betretbar ist, es gibt einmal im Monat Führungen.
Die Anlage muss damals wunderschön gewesen sein, von der Anlage der Räume und Details läßt sich das immer noch erahnen. Toll ist vor allem der alte Speisesaal mit der bemalten Holzdecke. Der ist leider auch so marode das er wahrscheinlich nicht erhalten bleiben wird. Angeschlossen an den Saal ist die alte Küche mit Durchreiche und Wandschränken in diesem klassischen grün. Nicht zu vergleichen mit heutigen Großküchen aber dafür mit viel mehr Scharm.

Euch ne schöne Woche.
Ich kuck mir jetzt das Gewitter an.
LG

Dienstag, 6. September 2011

Socken

Letzte Jahr hab ich mich gefragt, was tun mit den ganzen Jerseyresten aus Baumwolle...Da viel mir ein warum nicht Socken nähen. Stricken ist ja nicht so meins wie einige wissen. Bei meinen Recherchen bin ich damals immer nur auf die Antworten "Socken näht man nicht, die werden gestrickt" gestoßen. Dann habe ich mir eine gekaufte Socke genauer angesehen und an der Schrägnaht ( was ja nicht wirklich eine Naht ist aber die Stelle wo beim Stricken zusammengestrickt wird oder so...) an auseinander geschnitten. Die Stelle für die Nahtteile ist eigentlich ganz günstig, hier sollte kein Schuh drücken. Hauptsache keine Naht an der Ferse. Ausgehend von dieser Vorlage habe ich dann noch ein bisschen rumexperimentiert mit ein paar Anpassungen für Jersey und auch die Stoffrichtung spielt ja eine Rolle (vom Zeh zum Knöchel wenig in der Breite viel), und bin dann letztendlich bei einem Schnittmuster gelandet

An den eingeschnittenen Dreiecken näht man das Unterteil zusammen, damit schafft man die Ausbuchtung für die Ferse und näht dann das Oberteil auf. Meine Socken sind erst mal noch kurz, die Oberkante muss ich noch ein bisschen optimieren, die ideale Ausrichtung vom Schnittmuster auf den Stoff hab ich noch nicht ganz raus, aber das Ergebniss kann sich eigentlich schon sehen bzw tragen lassen





Und jetzt gibt es tatsächlich ein Buch : "Socken nähen!: Bezaubernde Socken aus Fleece, Jersey & Co" von Nadja Knab-Leers, da muss ich gar nicht mehr selber weiter basteln und hab dann wahrscheinlich sogar noch gleich unterschiedliche Größen parat. Bestellt hab ich es schon, ich zieh dann mal den Vergleich, der Ansatz sieht schon mal ziemlich ähnlich aus.

Euch ne schöne Woche oder Urlaub.

Montag, 5. September 2011

Beuteltier

Die Qualität der in Warenhäusern erwerblichen Transportbehältnisse ( Plastiktüten ) scheint in letzter Zeit mal wieder erbärmliche Zustände angenommen zu haben. Am Freitag habe ich fröhlich meine erstandene Ware in eben so ein Ding manövriert um festzustellen, dass eben jener nicht einmal eine läppische Lasagneverpackung vertrug ohne Blessuren von sich zu tragen.
Ausserdem sind mir die Teile eh zu lang und die Henkel zu schmal. Meine alten Einkaufstaschen find ich nicht mehr, mindestens einer ist bei Freunden untergeschlüpft, über den Verbleib der restlichen mag ich nicht spekulieren.
Ein entsprechender Stoff ward gefunden und schnick schnack schnuck, nach nur einer Stunde erblickte er das Licht der Welt:
Und weil sich der Stoff gut verarbeiten ließ, robust wirkt und das Muster wirklich schön ist hab ich mir schnell noch die passende Börse genäht, um auch endlich mal den Endlossreißverschluss zu testen.
Fazit : super, endlich nicht mehr die Suche nach der passenden Länge und ärgern wenn einer 1 cm zu kurz ist und man dafür von dem teureren weil längeren dann doch wieder ganz viel abschneiden muss.
Ach ja, und die Kamp Snaps sollen sich ja auch nicht langweilen.
Euch ne schöne Woche.
LG

Donnerstag, 1. September 2011

Die gute alte Zeit

Was mich grade beschäftigt ist ein UFO. Die Hürde liegt etwas höher als sonst, da verschwindet immer mal zwischendurch meine Motivation. Ab und zu gönn ich mir mal eine richtig alte Nähzeitung, so von 1932 z.Bsp.
Ich finds interessant wie sich die Schnitte geändert haben, was gleich geblieben ist und was immer wieder hoch kommt, einige Sachen sind gar nicht so unmodern.
Angesprungen hat mich aus diesem Exemplar ein "Wickelmantel für den Frühling", toll fand ich die Biesen und die weiten Ärmel:
Nun sieht der entsprechende Schnittbogen etwas anders aus als gewohnt.
Besser : jedes Schnittteil hat eine Nummer, ein eigenes Linienmuster und es gibt nur eine Farbe.
Schlechter : die Packungsdichte, keine Nähanleitung, Schnittteile die nicht ganz auf den Bogen passen sind geknickt eingezeichnet, man muss sie also beim Abzeichnen oder danach "aufklappen". Das funktioniert mehr oder weniger gut, da muss man ziemlich genau sein wenn die Bruchkante auch noch in einer Biegung liegt.
Als Stoff ausgewählt hatte ich einen leichten Wollstoff den ich mal bei stoffe.de günstig bekommen habe. Blöd an dem Stoff : ausgewaschene Knickkanten, passt allerdings zum Vintageschnitt.
Ich habe dann also angefangen fröhlich vor mich hin zu puzzeln. Mehr oder weniger ist es geglückt, bloß an welcher Stelle die Biesen eingezeichnet sind habe ich nicht rausfinden können, Ergo muss es den Damen von früher ausgereicht haben zu wissen das Biesen erscheinen sollen um entsprechende Verlängerungen der Schnittteile selbstständig zu erarbeiten. Ich verfüge über dieses Wissen nicht, der Stoff war eh knapp bemessen also sind sie leider nicht dabei.
fesche Rückansicht bestehend aus fünf Teilen, die Herausforderung lag in der punktgenauen Zusammenkunft und das auch noch möglichst symetrisch
Ich habe mehrere Tage gebraucht um den Ort dieses kleinen Einsatzes am Kragen auf der Rückseite zu finden. Es gibt zwar einige Positionsmarken auf dem Schnittbogen aber die muss man auch erst mal finden.

Da ich zur Zeit leider immer erst abends zum photographieren komme sind die Bilder nicht ganz so schön, aber man kann trotzdem was erkennen, denke ich. Gebügelt ist er noch nicht, fertig ist er noch nicht, was fehlt ist noch das Futter. Dafür gibt es leider keinen Schnitt. Ich hab was zusammen gebaut bekommen, jetzt muss ich es noch einnähen und hoffen das es passgenau geworden ist. Wegen der Stoffknapheit ist der Mantel auch kürzer geworden, aber für einen Gürtel reicht es wohl noch.

LG