Montag, 30. Juli 2012

Craftelnscher Streifenmonat



Aufgrund des Monatsthemas "Streifen" bei Meike habe ich mich mal mit meinem Verhältniss zu Streifen auseinander gesetzt und den ein oder anderen mir bislang verborgene Teil meiner Persönlichkeit entdeckt.
Wo fange ich an.
Also erst mal habe ich nur einige wenige Oberbekleidungsstücke Abteilung Freizeit in meinem Schrank hängen die gestreift sind, ob nun offensichtlich:
 oder dezent:
und selbst die beiden trage ich sehr ungern.
Dann gibt es noch die klassischen "Mist, das Bewerbungsgespräch...da müsste ich mal..." bzw die "Eigentlich könnte ich auch mal versuchen auf Arbeit seriös zu wirken..." nennen wir es mal Dinge, ( ich bin nun mal ein T-Shirt Mensch )

 Der Schnitt ist aus einer älteren Burda und passt eigentlich ganz gut, hier sogar noch aus der Zeit vor der Overlock, das Innenleben sieht jetzt ganz anders aus.
Das ist mein absoluter Hemdenlieblingsstoff, erstanden vor Jahren bei ich glaube Hüco in Berlin. Das Hemd hatte ich sogar dann wirklich bei einem Vorstellungsgespräch an. Da war es auch gebügelt ;-)

Sogar diese Hose hatte ich getragen, auch der Stoff ist ziemlich schön, ein weicher Wollstoff, perfekt für Anzughosen, die Hose brauchte ich bloß ziemlich schnell und hatte ein bisschen gepfuscht, daher sitzt sie ehrlich gesagt : Scheisse ( und nein ich will jetzt hier nicht irgendwelche Komplimente haschen ) Die Hosenbeiden habe ich ( da selbst abgenommener Schnitt und Vorder und Hinterteil nicht gleich lang ) leider nicht ideal zusammengenäht so das sie verdrehen.
 Und ein Hemd ist ein UFO, mal sehen wann das landet.
Also Fazit : Ich versuche noch immer mich der Streifen anzunähern...
Jetzt zu meiner ersten Macke :
Ich trage seit ich Socken selber nähe nur noch und zwar ausschließlich quer gestreifte Socken.
Und meine zweite Macke:
Die Hälfte meines Stoffvorrats besteht aus gestreiften Stoffen. Das hätte ich nie vermutet und es ist ein kleiner Schock für mich. Selbst wenn ich die ganzen Streifenstoffe ( die auch noch fast ausschließlich in blau vorliegen ) vernähe, dazu brauche ich ja auch noch einen ganzen Satz unifarbener Teile zum Kombinieren. Ich scheine also Streifenstoffe wahnsinnig zu mögen, allerdings bin ich nicht mutig genug die doch schon auffälligen Streifenstoffe auch zu tragen. Ich hab mich noch  nicht an meine Masse gewöhnt.


Im August habe ich Urlaub und vorgenommen habe ich mir einige Dinge genau passend zu Meikes Monatsmotto.
Zum einen möchte ich mir eine Hose nähen im Marlenelook, verwenden dafür möchte ich einen hellgrauen Leinenstoff mit weißen Streifen, rechtes Bild zweiter von oben, einen Rock ähnlich dem von Nahtzugabe
allerdings nicht mit Knoten sondern mit Schleife mit dem dritten Stoff von unten auf dem linke Bild, ein Schluppenshirt mit Streifenstoff als Schluppe, alle drei aus der aktuellen Burda und vielleicht noch für zu Hause dieses Streifenkleid von "of Dreams and Seams". Falls mich das nicht auslasten als Lückenfüller, ich hab noch drei Stück Streifenstoff für Socken rumliegen.
Für später so als Langzeitprojekt weiß ich definitv das ich noch ein Hemdblusenkleid aus dem blau weiß gestreiften Stoff mit Stickerei will und Blusen aus den längs und quer gestreiften auf dem linke Bild ( zählen die eigentlich als gestreift oder zählen die zu Karostoffen?).
Und eine Sache hab ich fast vergessen, ich mag gestreifte Boxershorts :-), vielleicht kriegt mein Mann welche, irgendwie muss der Stapel ja weg. Zur Verteidigung, im Stapel sind auch einige Futterstoffe drin, ja auch hier scheine ich auf Streifen zu stehen.


Sonntag, 29. Juli 2012

Nähfragezeichen - Shirts nähen

Meike von crafteln stellt dieses Mal die Frage nach dem Nähen von Shirts : Ja oder nein und warum.

Shirts nähen finde ich erst mal einfach, Jersey verzeiht viele kleine Fehler, man muss nicht so exakt arbeiten wie bei festem Stoff wie Blusenstoff zum Beispiel, die Schnitte sind vom simpel bis mittelmäßig kompliziert,
der Zeitaufwand für ein ärmelloses Shirt ist gering.

Mein momentaner Lieblingsschnitt ist dieser : mit dem Geraffel am Dekollete ist die Shirtweite die das Tragen sehr angenehm macht doch halbwegs körpernah und durch den Bund steht der Stoff durch die Oberweite nicht so weit ab das ich hochschwanger aussehe. Hinzu kommt das ich wenigstens ein bisschen den Bauch wegschummeln kann.
 Ich hab auch andere Schnitte ausprobiert und sogar schon mal Farbe ins Spiel gebracht ;-)

finde aber immer wieder zu dem erstgenannten Schnitt zurück. Den habe ich mir mal zusammen gebastelt und auf meine Größe zurechtgemacht ( nicht nur horizontal sondern auch vertikal ), womit wir bei den Passformproblemen von käuflich zu erwerbenden Shirts wären.
Schon allein dadurch das mir zur Standartgröße 10cm in der Höhe und wahrscheinlich -50 cm im Umfang fehlen ist die Auswahl begrenzt, wenn jetzt noch die Oberweite mit berücksichtigt wird fällt ein Großteil aus dem Kaufhaus weg und dann kommen noch ein paar Aspekte hinzu :
Ich brauche keinen Ausschnitt der bis zum Bauchnabel geht, das kann ich auf Arbeit nicht anziehen. Ich mag auch keine Shirts die am Busen auffällig verziehrt sind. Ich bin nicht feminin genug für Glitzersteine und Feenstaub und nicht der Fan von Sprüchen wie "Superzicke", das wissen die andern auch so ;-).

Und die beiden letzten Argumente die mich wieder zur Hobbyschneiderei führen: Ich lege Wert auf Stoff der sich gut anfühlt, nicht nach einem halben Tag tragen total unförmig ausgeleiert ist und nach dem 5. Mal waschen nicht mehr stinkfrei zu bekommen ist und ich möchte auch ordentlich verarbeitete Ware. Je mehr man näht umso mehr Fehler findet man auch und nicht verputzte Fäden mag ich nicht.

Und mein sozialpolitisches Gewissen meldet sich auch hin und wieder. Bei jedem Teil das ich selber nähe weiß ich das keine asiatische Frau mit 50 Cent abgespeist wurde, und bei den Teilen die noch in Deutschland produziert werden wie Trigema oder manomama kommt man mit selber nähen dann doch wieder günstiger weg. Und irgendwann schaff ich es auch noch auf Biostoffe aus Deutschland umzusteigen...

Und schlussendlich der einzig allein ausschlaggebende Grund :-) : Ich nähe einfach super gerne, auch oder grade Shirts

LG

Samstag, 28. Juli 2012

ein kleines Präsent

für eine kleine Person ist entstanden.
Zum Zweijährigen Geburtstag unseres Nachbarkindes habe ich mich am Ende für eine Schlaufengiraffe entschieden wie sie auch amberlight immer wieder näht.
Da ich nicht über einen entsprechend großen Stickrahmen verfüge viel diese Version aus, also einfach die Umrisse der Giraffe auf Papier gebannt, ein Probemodell erstellt

das aufgrund der dünnen Beine nach einer zweiten Version schrie, also Skizze noch mal auf Papier gelegt und eine neue Umrisslinie gezeichnet und Voila, mit Restbeständen von Butinette und einem alten Jeansstoff sieht die Giraffe für morgen doch schon ganz passabel aus.


















LG

Samstag, 21. Juli 2012

alles cool ey





zu erstehen bei DaWanda : Ausgestochen-Gut, freu mich schon auf Weihnachten, dann bring ich Scherenkeckse mit zum Treffen ;-) und Bienchen verteil ich dann auf Arbeit.

LG

Donnerstag, 19. Juli 2012

Flohmarkt II

Eigentlich sind wir auf der Suche nach einer neuen Ofentür deswegen klappern wir grad ein paar Flohmärkte in der Umgebung ab. Bisher haben wir noch nix passendes gefunden, aber wenn uns was anderes hübsches unterkommt nehm ich es mit.
Wie hier zwei oder drei Meter altes Zierband, ob mit Hand bestickt oder maschinell weiß ich nicht.

Von meiner Familie habe ich drei oder vier alte Negative auf Glas, faszinierend ist die Detailtiefe und die Haltbarkeit. Wenn sie nicht brechen halten sie jedenfalls länger als die Filmnegative.
Jetzt hab ich ein paar auf dem Flohmarkt aufgetrieben, das ist zwar nicht meine Familie aber interessant ist die Kleidung aus der damaligen Zeit, oder wer hätte gedacht das Männer mal weiße Spitzentaschentücher getragen haben.

LG

Mittwoch, 18. Juli 2012

Burda 2012 07 Bluse 116

Lang lang hat es gedauert bis ich meinen Weg zu Blusen gefunden habe aber zur Zeit näh ich sie ganz gerne. Ob ich sie auch so häufig anziehe wie normale Shirts werd ich sehen.
Mal wieder habe ich die Burda zu Rate gezogen, wieder 2012-07, fast die gleiche Bluse wie die 117 aus vorherigem Post. Ein ganz einfacher Schnitt bestehend aus drei Teilen, der Ausschnitt wird gerafft und ein Streifen angenäht, die Raglanärmel sind ziemlich kurz so das das Shirt schon fast Ärmellos ist.

Den Stoff hab ich mal bei Stoffe.de bestellt und er lag schon eine Weile rum, endlich mal wieder was abgebaut. Vielleicht näh ich unten noch einen Streifen ran der enger ist als das Shirt, mal sehen.
Vielleicht schaff ich es auch mal mehr Tragephotos machen zu lassen, ich wohn ja jetzt nicht mehr allein.

LG

Dienstag, 17. Juli 2012

Burda 2012 07 Bluse 117

Und wenn wir schon dabei sind hier eine weitere Version der Bluse, Burda legt ja jede kleine Änderung, und da kann es sich auch schon mal um eine Längenänderung von 15 cm handeln ( jahaa, 15 cm machen aus einem Shirt schon mal eine Tunika ) eine neue Schnittnummer an. Also gibt es auch einen separaten Blogeintrag ;-).
Verwendet die letzten Reste vom blumigen Sternthalerstoff aus dem schon die Schlupenbluse geworden ist.
Der Schnitt geht nur bis 42? Ich hab versucht ihn hochzugradieren...hat hier nicht so gut funktioniert.
Die Schlupenbluse trägt sich ja bequem, ob ich das Teil öfter anziehe weiß ich nicht, vielleicht ist es ja auch ein Tf'T.
LG

Sonntag, 15. Juli 2012

Sportshirts

Was machen mit total hässlichem Stoff der Weg soll? ein zu Hause Sportshir. Kopiert hatte ich mal ein Shirt das dafür geeignet ist und heute hab ich kurzen Prozess mit den letzten Metern gemacht. Damit auch richtig viel Stoff bei drauf geht hab ich das Shirt ziemlich lang gemacht.
 Es ist etwas weit geworden aber da Baumwolle an sich sehr bequem und nimmt ja dann auch den Schweiß gut auf.
Mit Zumba hab ich es heut eingetanzt, endlich keine Nachbarn mehr die sich über Musik lauter als ein Flüstern beschweren und keiner unter mir so das ich auch mal rumhüpfen kann.

LG und schöne Woche

Samstag, 14. Juli 2012

Nachtrag Overlock

Letztens Dienstag haben ja ein paar Nähmadams der Dresdner Nähblogger den Starbucks am Altmarkt besucht um sich eines Themas anzunehmen das die meisten die Nähen irgendwann trift :
Overlock ja oder nein und wenn ja welche???
amberlight hatte gleich mal eine Übersicht ausgedruckt, alle haben ihre Nase reingesteckt und Erfahrungswerte der zu Hause stehenden Overlocks ausgetauscht. Meine ist ja ein viel verschrieenes Modell, nähmlich das Aldimodell die wohl eigentlich eine Janome ist, für mich näht sie jetzt schon seit zwei einhalb Jahren und das tut sie gut. Für Menschen mit begrenztem Budget oder jemanden der sich nicht sicher ist ob er länger an der Nadel hängt vielleicht auch eine Option.
 
 Die Konen werden gewechselt in dem einfach hinter der Maschine der Faden von der Kone abgeschnitten und der Neue dran geknotet wird, bei Fadenspannung Null werden dann die Fäden durch die Maschine gezogen, vorsicht bei den Nadelfäden, der Knoten passt nicht durchs Ör.

Nach dem wir uns jedenfalls alle einen Eistee oder Kaffee mit Muffin oder mit Frischkäsebagel gegönnt und ausgiebig geklönt hatten habe ich mich noch in Begleitung von clauchichi noch zum Karstadt begeben um doch einen recht hübschen Leinenstoff für 4 Euro der Meter zu ergattern. Ich wollte noch einen Rock, da kam mir dieser Stoff sehr gelegen.
Und zwar wieder mal einen Stufenschwingrock inspiriert aus der Burda 2012-05. Optimiert und eigentlich ein SFE (so fucking easy) Schnitt.
Man messe von Taille bis kurz übers Knie ( bei mir 35cm ) und schneide dann von einer 140cm breit liegenden Stoffbahn das doppelte ab : 70 cm bei mir. Zum Schlauch zusammen nähen und dann bei der Hälfte umschlagen, so ergibt sich der obere Rockteil der jetzt doppelt liegt. ( Dann kann man bei dünnerem Stoff nicht durch kucken ).

Dann Nähfussbreit Tunnel absteppen aber nicht komplett schließen da hier noch Gummi eingezogen werden soll. Den Gummi kann man mit Sicherheitsnadel durchfummeln und die beiden Enden zusammen nähen, dann kann man die Steppnähte auf ganze Rockbreite schließen.


Dann je nach Rocklänge die Restlänge von Knie zu Knöchel ( 50 cm bei mir ) in zwei Stufen annähen. Ich habs bei dem hier halbiert, die erste Stufe zwei Stoffbahnen 25 cm x Stoffbreite und vier Stoffbahnen 25cm x Stoffbahn für die unterste Stufe. 
Die zwei und vier Stoffbahnen je zu einem Ring zusammenä nähen und dann mit langem Faden die Stufen raffen und dann die zwei Bahnen Stufe an das Rockoberteil und die vier-Bahnen-Stufe an die zwei-Bahnen-Stufe nähen.
So und jetzt hoffe ich ich hab mich so einfach ausgedrückt wieder Rock eigentlich zu nähen ist.


Dann noch den Saum fassen, versäubern und fertig.

 Schwing schwing schwing.

Schönes WE.

Sonntag, 8. Juli 2012

Spreewälder Handwerksmarkt

unser heutiger Ausflug hat uns nach Burg geführt, dort fand der Spreewälder Handwerks und Bauernmarkt statt. Es gab viel zu kucken, Handwerk wurde vorgeführt wie die Flachsstrecke
ein Schmied hat live ein Pferd beschlagen

 mein Seifenbestand wurde aufgefüllt, es gab Samen zu erstehen vom Freundeskreis des Arznei- und Gewürzpflanzengartens Burg e.V., ein toller Buchstand verkaufte mir dieses Exemplar:

und ich konnte mal meinen neuen Rock und ein neues Shirt nach meinem altbewährtem aktuellen Lieblingsschnitt ausführen. Die Tasche ist schon alt aber ich nutze sie jeden Tag. Unter dem Rock, auf dem Photo nicht zu sehen, trage ich eine weiße Unterhose, knielang, damit kann ich endlich wieder Rock tragen kann.




Ein schöner Tag.

LG und euch eine schöne Woche.