Freitag, 24. Juni 2016

Seife sieden - der Anfang


Ich verwende schon seit Jahren nur noch Seife anstelle von Duschbad, Haargel und Co aufgrund der Inhaltsstoffe.
Die letzten Jahre habe ich meine Seifen hauptsächlich auf Märkten gekauft oder beim Einseifer in Dresden.
Mit Importware in Maßen habe ich kein Problem, vorhandenes zu substituieren weil es einfach nur billiger ist find ich nicht so optimal also fällt Palmöl weg. Da wird es eng mit Seife käuflich erwerben.
Da Seifen in der Regel aus einer Mischung von festen und flüssigen Fetten bestehen und es wenig pflanzliche Alternativen zu Palmöl gibt bin ich bei dem seit jeher verwendeten Schweineschmalz gelandet. Ein tierisches Fett, kann ich aus der Agrargenossenschaft bei mir um die Ecke beziehen wo ich ungefähr weiß wie die Schweine gehalten werden und das ist für mich OK.
Also Youtubefilme geschaut, ein Buch erstanden, im Internet recherchiert, im Seifentreffforum gelesen und die entsprechenden Utensilien zusammen gesucht, Ätznatron im Internet bestellt und los ging.
Die erste Seife die ich angesetzt habe bestand also aus Schweineschmalz und Distelöl.

500g Schweineschmalz,
500g Distelöl
314g destilliertes Wasser und die entsprechende Menge NaOH für 8% überfettete Seife.

Distelöl macht die Seife weich, jetzt hab ich auch noch 8% überfettet und die Wassermenge etwas zu hoch dosiert.
Die Dosierung der Wassermenge hat sich mir auch erst erschlossen als ich glaube in dem Buch gelesen hatte oder war es doch ein Blog???
Um NaOH vollständig in Wasser zu lösen braucht man ein Verhältniss von gerundet 1:1. Je konzentrierter die Lauge ist umso schneller dickt der Seifenleim an. Um den Seifenleim aus dem Topf in die Form zu bekommen darf er nicht zu schnell andicken, wenn man dann noch Spielerei mit Farbe oder ätherischen Ölen betreiben will muss man sich im Vorfeld schlau machen ob die Zusätze den Seifenleim schnell andicken oder nicht. Dann kommt es auch noch auf das verwendete Öl an, Distelöl und Rizinusöl machen die Seife wiederum weicher also Wasser leicht reduzieren, denn zu flüssig ist auch wieder nicht gut. Zudem muss man eine halbwegs stabile Emulsion erzeugen damit der Verseifungsprozess gleichmäßig erfolgen kann.
Je nachdem welche Zutaten man verwendet kann man die Wassermenge entsprechend variieren. Über den Daumen gepeilt habe ich gelesen das die 2 - 2,5fache Menge an Wasser zu guten Resultaten führt.
Wenn sich hier ein Fehler eingeschlichen hat bitte ich um Korrektur.

Zum Thema Schweineschmalz und den Befürchtungen bzgl Geruch, das kann man umgehen in dem man das Schmalz nicht stark erhizt. Ich hab es ganz langsam erwärmt und bin glaube kaum über 50 Grad gekommen. Meine Seifen riechen alle nicht nach Schwein.


Jedenfalls hat es sehr lange gedauert bis dieser Seifenleim angedickt ist, ich hätte fast meinen Pürrierstab geschrottet, der fing schon an zu qualmen, da dachte ich wird schon reichen. Hat es nicht, hab ich aber auch erst beim Waschen festgestellt als das Seifestück fast aufgebraucht war, als ich statt schönem feinem Schaum eine Schicht Schmalz auf der Haut hatte, hihi.

Als Vorsichtsmaßnahme habe ich mir bei der ersten Seife noch pH Teststreifen aus dem Baumarkt besorgt um sicher zu gehen das ich  mir nicht die Haut verätze.

Aufbewahrt wird die Seife in einem Stoffsäckchen aus Leinen, kann man auch zum Beduften zwischen der Wäsche lagern.



LG

Freitag, 17. Juni 2016

UFO Bluse

nachdem ich letzten ja über meine Erkenntniss schrieb, Blusenschnitte  auch zu tragen wenn die Knopfleiste  nicht existiert, ( spricht man dann eigentlich von Tunika? ) und ich auch meinen Ufostapel gesichtet habe fand ich die hier fast fertig.
Die ist schon so alt das ich nicht mal mehr weiß welcher Schnitt das ist, mit gewisser Wahrscheinlichkeit ein Burdaschnitt, jedenfalls im Ursprung. Es fehlten noch die Ärmel und der Kragen,
die habe ich dann von dem Hawaiihemdschnitt genommen. Die Weite war etwas zu gut gemeint, daraufhin habe ich noch Abnäher genäht und trage sie jetzt regelmäßig.

Als ich mich durch meinen UFO Stapel gewühlt habe fand ich auch noch den Anfang eines Wintermantels den ich mal im Rahmen eines Sew Alongs begonnen hatte und dank eines entsprechenden Blogeintrages konnte ich den ursprünglichen Schnitt identifizieren. Einer der Gründe warum ich wieder angefangen habe zu bloggen, ursprünglich sollte der Blog ja auch als "Tagebuch" laufen


LG





Freitag, 10. Juni 2016

Kräuterseminar Oberweißbach

Auf unserem Grundstück wachsen viele Kräuter und der Drang gesundheitsstärkende MIttelchen daraus gewinnen zu können hat mich letztes Jahr um diese Zeit nach Thüringen geführt. Auf der "Grünen Woche" bin ich über einen Prospekt aus Oberweißbach gestolpert der mehrere Kräuterseminare beschrieben hat.
Also hab ich mich schlau gemacht was mich erwartet, mich für einen Grundlagenkurs entschieden und mich angemeldet.
Es gibt in der Region um Oberweißbach eine lange Tradition der sogenannten Buckelapotheker. Sprich Apotheker die Salben, Tinkturen... nach alten und neuen Rezepten gebraut haben und per Fuß und Rucksack ziemlich weit in die Welt hinaus getragen haben. 

So weit ich mich an die Gespräche und Vorträge erinnere wurde dieser Handel mit dem Aufkommen der pharmazeutischen Großbetriebe eingestellt, bzw. auf Druck der Großindustrie untersagt.

Das Seminar ging über drei Tage, am ersten Abend nach der Anreise gab es ein Abendesse zum gegenseitigen Kennenlernen, am nächsten Tag ging es morgens gleich los im Fröbelhaus,

 ein sehr schönes altes Haus das im Erdgeschoss einen Laden beherrbergt wo jegliche Zutagen für Salben, Cremes, Tees, Teemischungen..erworben werden können ( darauf bin ich auch zurück gekommen )


sowie einem kleinen Museum das auf den Olitätenhandel ausgerichtet ist. Im Dachstübel fand das Seminar statt.

Das ganze Haus ist noch mit alten bäuerlichen Gerätschaften und Möbeln ausgestattet, im Dachgeschoss hängen überall Kräuter zum trocknen.

Der Kurs war unterteilt:
ein Teil wurde vom Ehepaar Worms abgehalten die die alte Tradition der Buckeapotheker wieder beleben und vorstellen und uns vor allem ihre praktischen Erfahrungen weitergegeben haben, dies beinhaltete auch einen kleinen Kurs zum Thema Salben herstellen, bzw den praktischen Teil.
Dann gab es noch eine Führung über den Kräuterlehrpfad. An den Hängen von Oberweißbach wachsen eine Unmenge von einheimischen Kräutern und Heilblumen, Herr Worms macht sich jedes Jahr die Mühe alle Heilkräuter die am Wegesrand wachsen mit Schildchen zu versehen, inklusive QR Code um auch das jüngere Publikum zu erreichen.

Der dritte Part wurde von einer Heilpraktikerin-Aromatherapeutin gehalten, da ging es um das Sammeln und Aufbewahren von Kräutern, um das Ausziehen in Alkohol und Öl und um die theoretischen Grundlagen der Salbenherstellung.
Was Aromen angeht bin ich wohl eher untypisch, ich mag keine übermäßig süßen und vor allem keine künstlichen Gerüche, ist mir egal wie das angeblich wirken soll. Die Ringelblumensalbe die von den Kursteilnehmerinnen begeistert mit Rosenaroma "verfeinert" wurde habe ich schlussendlich entsorgt, ich hab den Geruch einfach nicht ausgehalten.
In Summe war der Kurs eine sehr interessante Erfahrung.
Am letzten Tag gab es noch einen Kurs zum Thema gestalten mit Blumen. Da die Heimreise allerdings fast 8 Stunden in Anspruch genommen hat habe ich den Ausfallen lassen. Zum Glück denn wir sind somit den sonntäglichen Staus halbwegs aus dem Weg gegangen.

So ein Seminar möchte ich noch mal besuchen, allerdings werde ich mir etwas in der näheren Umgebung suchen.
Wenn man von den überall wachsenden Kräutern wie Löwenzahn absieht ist es doch schon relevant in welcher Region man sich befindet. Und der Thüringer Wald ist mit dem Brandenburgischen Plattland eher nicht zu vergleichen.

LG










Freitag, 3. Juni 2016

wiesenkräuter

wir benutzen in der Regel ja keinen Rasenmäher, wir haben ja Schafe... und überhaupt haben wir auch keinen Rasen, wir haben Wiese. Warum sich daran einige Nachbarn stören, selbst auf unserm Hof den man von der Strasse nicht mal sieht werde ich wohl nie nachvollziehen können, ist mir aber auch egal.
Da wir also Wiese haben und die auch erst im Juni nach der Blüte zu Heu gemacht wird kann bei uns so einiges wachsen und das tut es tatsächlich auch. Ein Großteil davon ist auch zu gebrauchen wenn man sich etwas damit auseinandersetzt.

Da haben wir Giersch:

lässt sich angeblich wie Spinat verwenden, hab ich mal probiert als ich auch noch Besuch hatte, war nicht so die Erfüllung und die Besucher haben mir im nachhinein gestanden das sie sich doch verarscht gefühlt hätten. Konnte ich nachvollziehen aber leider nicht mehr ändern, inzwischen weiß ich man nimmt wohl den jungen Giersch.

Brennessel, hervorragend als Tee, hängt zum trocknen auf dem Boden,
Labkraut, kann man wohl zum Käsen nehmen
Löwenzahn, letztes Jahr hab ich Löwenzahnhonig gemacht, lecker



Gundermann trink ich als Tee, soll unter anderem gegen Halsentzündung helfen.


Taubnessel 
 haben wir als Kinder immer die Blüten ausgezutscht, genau die kann man wohl als Tee sammeln.

Mit einigen hab ich mich schon beschäftigt, mit vielen aber auch noch nicht, ich hab einige Bücher bestellt in denen nützliche Informationen stehen, das ein oder andere werd ich mal vorstellen.

LG