Freitag, 10. Juni 2016

Kräuterseminar Oberweißbach

Auf unserem Grundstück wachsen viele Kräuter und der Drang gesundheitsstärkende MIttelchen daraus gewinnen zu können hat mich letztes Jahr um diese Zeit nach Thüringen geführt. Auf der "Grünen Woche" bin ich über einen Prospekt aus Oberweißbach gestolpert der mehrere Kräuterseminare beschrieben hat.
Also hab ich mich schlau gemacht was mich erwartet, mich für einen Grundlagenkurs entschieden und mich angemeldet.
Es gibt in der Region um Oberweißbach eine lange Tradition der sogenannten Buckelapotheker. Sprich Apotheker die Salben, Tinkturen... nach alten und neuen Rezepten gebraut haben und per Fuß und Rucksack ziemlich weit in die Welt hinaus getragen haben. 

So weit ich mich an die Gespräche und Vorträge erinnere wurde dieser Handel mit dem Aufkommen der pharmazeutischen Großbetriebe eingestellt, bzw. auf Druck der Großindustrie untersagt.

Das Seminar ging über drei Tage, am ersten Abend nach der Anreise gab es ein Abendesse zum gegenseitigen Kennenlernen, am nächsten Tag ging es morgens gleich los im Fröbelhaus,

 ein sehr schönes altes Haus das im Erdgeschoss einen Laden beherrbergt wo jegliche Zutagen für Salben, Cremes, Tees, Teemischungen..erworben werden können ( darauf bin ich auch zurück gekommen )


sowie einem kleinen Museum das auf den Olitätenhandel ausgerichtet ist. Im Dachstübel fand das Seminar statt.

Das ganze Haus ist noch mit alten bäuerlichen Gerätschaften und Möbeln ausgestattet, im Dachgeschoss hängen überall Kräuter zum trocknen.

Der Kurs war unterteilt:
ein Teil wurde vom Ehepaar Worms abgehalten die die alte Tradition der Buckeapotheker wieder beleben und vorstellen und uns vor allem ihre praktischen Erfahrungen weitergegeben haben, dies beinhaltete auch einen kleinen Kurs zum Thema Salben herstellen, bzw den praktischen Teil.
Dann gab es noch eine Führung über den Kräuterlehrpfad. An den Hängen von Oberweißbach wachsen eine Unmenge von einheimischen Kräutern und Heilblumen, Herr Worms macht sich jedes Jahr die Mühe alle Heilkräuter die am Wegesrand wachsen mit Schildchen zu versehen, inklusive QR Code um auch das jüngere Publikum zu erreichen.

Der dritte Part wurde von einer Heilpraktikerin-Aromatherapeutin gehalten, da ging es um das Sammeln und Aufbewahren von Kräutern, um das Ausziehen in Alkohol und Öl und um die theoretischen Grundlagen der Salbenherstellung.
Was Aromen angeht bin ich wohl eher untypisch, ich mag keine übermäßig süßen und vor allem keine künstlichen Gerüche, ist mir egal wie das angeblich wirken soll. Die Ringelblumensalbe die von den Kursteilnehmerinnen begeistert mit Rosenaroma "verfeinert" wurde habe ich schlussendlich entsorgt, ich hab den Geruch einfach nicht ausgehalten.
In Summe war der Kurs eine sehr interessante Erfahrung.
Am letzten Tag gab es noch einen Kurs zum Thema gestalten mit Blumen. Da die Heimreise allerdings fast 8 Stunden in Anspruch genommen hat habe ich den Ausfallen lassen. Zum Glück denn wir sind somit den sonntäglichen Staus halbwegs aus dem Weg gegangen.

So ein Seminar möchte ich noch mal besuchen, allerdings werde ich mir etwas in der näheren Umgebung suchen.
Wenn man von den überall wachsenden Kräutern wie Löwenzahn absieht ist es doch schon relevant in welcher Region man sich befindet. Und der Thüringer Wald ist mit dem Brandenburgischen Plattland eher nicht zu vergleichen.

LG










1 Kommentar:

  1. Klingt nach gelungenem WE. Du hast völlig Recht wenn Du dir was suchst in der Nähe. Kannst ja nicht immer nach Thüringen fahren um Kräuter zu sammeln. Ich hab vor ...zig Jahren auf so nem Seminar auch mal gelernt den "Schwedenbitter" mit einheimischen Kräutern zu machen. LG Silvi

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